Wortgottesdienst der Kolpingsfamilie Ketsch im kath. Pfarrheim

Hoffnung – trotz allem!“

Ein paar Stunden zu früh hatte Petrus das kostbare Nass für die Natur geschickt – und die für den Pfarrgarten geplante Andacht am Mittwochabend in die häusliche Sicherheit des Pfarrheims verlegen lassen.
Auf einen in besonderer Weise gestalteten Wortgottesdienst konnten sich die zahlreich versammelten älteren Kolpingsfamilie-Mitglieder freuen. Helga Rey und Diakon Heiko Wunderling sind dazu die besten Garanten.
Eine Brücke schlagend mit Erinnerungen zu Highlights in der Kolpingzeit über den Blick in eine schwierige Zukunft – die „trotz allem“ hoffnungsvoll sein soll lag Diakon Wunderling zum Einstieg am Herzen.

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„Die Auferstehung des Herrn hat den Menschen umgewandelt und dem irdischen Leben eine neue Richtung und Bedeutung gegeben.“
(Zitat Adolph Kolping 1852)

Ein gesegnetes und frohes Osterfest und viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit wünscht das Vorstandsteamder Kolpingsfamilie Ketsch.

Kreuzweg – aus allem Leid ein neuer Aufbruch

Kreuzwegandacht der Kolpingsfamilie Ketsch in der Karwoche

„In dieser Andacht werden wir mit all dem konfrontiert, dem wir so gerne ausweichen würden: Mit Schmerzen und Leiden, mit Grausamkeit und Brutalität, mit Trauer und Angst, mit Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit und schließlich – mit dem Tod. Einfach mit allen Facetten menschlichen Lebens, die uns unsere Verwundbarkeit aufzeigen.“
Helga Rey nahm die Besucher in der von ihr gestalteten Andacht mit, den Kreuzweg Jesu in Gedanken und Gebeten mitzugehen, in Zusammenhang zu bringen zum Hier und Jetzt.
Die Stationen des Leidensweges MIT-gehen, einfühlsam das eigene Kreuz und das der Mitmenschen MIT-tragen, die Frage nach dem „Warum“ – ohne begreifliche Antwort.
Die ungerechte Verurteilung Jesu, Machthaber, die über Leben und Tod entscheiden, aber auch im Kleinen – ungerecht und leichtfertig geurteilt – das geht so schnell.
Das schwere Kreuz tragen, unter der Last zusammenbrechen – und doch: die Hoffnung nicht aufgeben.
Die unvermittelte Hilfe des Simon von Cyrene – selbstverständlich? Vom Unbeteiligten am Wegrand zum Betroffenen, mitten im Geschehen. Als eine Hand, die wohlwollend zupackt – für viele eine nicht so einfache Sache!
Die weinenden Frauen am Wegrand – und überall in der Welt. Tränen um ihre Kinder, Familien, Hunger und Armut.
Seiner Kleider beraubt steht Jesu entwürdigt, schutzlos ausgeliefert, da. Spielball von Hass und Gewalt.
Und schließlich – die Kreuzigung. Die Nägel, die heute die Menschen festhalten, brauchen selten einen Hammer: Krankheit und Behinderung, Einsamkeit und Hilflosigkeit – Ohnmacht. Lässt sich die Kraft finden, wie Jesus das auszuhalten?
Seine letzten Stunden sind geprägt von Angst und Schmerzen – und der Ruf nach dem himmlischen Vater, der inmitten des Leids so wenig spürbar ist.
Und doch – der Tod hat nicht das letzte Wort!
Die Auferstehung Jesu – nicht leicht zu begreifen. So wie sich die Freude am Leben nicht einfach „einreden“ lässt – sie muss wachsen.
„Im Leiden hat Jesus uns gelehrt, trotz allem auf den himmlischen Vater zu vertrauen, auch in den dunkelsten Stunden nach ihm zu fragen. Im Gebet wissen wir uns mit den Menschen in aller Welt verbunden – mit der Bitte um Frieden“
Die Inspiration des Kreuzweges – vom tiefsten Dunkel bis hin zum Licht der Hoffnung- hatte Helga Rey mit dieser Andacht in besonderer Weise verbunden,
musikalisch begleitet von Annette Meixner.

M.F.